Ratgeber Psoriasis

Informationen für Betroffene und Angehörige

Was ist Psoriasis (Schuppenflechte)?

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronische Erkrankung, die überwiegend die Haut, aber auch die Gelenke betreffen kann. Zu den Hauptmerkmalen der Psoriasis zählen Rötungen und starke Schuppenbildung der Haut. Dabei können die entstehenden Herde in Bezug auf Größe und Schwere der auftretenden Symptome stark variieren. Aufgrund dieser Tatsache unterscheidet man verschiedene Formen der Schuppenflechte, die in der Literatur nicht immer einheitlich gehandhabt werden. Häufig werden folgende Bezeichnungen verwendet: Psoriasis vulgaris, bei der es zu großflächigen schuppigen Krankheitsherden kommt, Psoriasis guttata, die tropfenförmig veränderte Hautflächen aufweist und Psoriasis punctata, bei der die befallenen Stellen punktförmig aussehen. Daneben wird häufig die Psoriasis pustulosa genannt, bei der eitrige Pusteln auftreten. Eine besondere Form der Psoriasis stellt die sog. Psoriasis-Arthritis dar, bei der zusätzlich zu den Hautveränderungen chronische Gelenkentzündungen auftreten, die in vielen Fällen besonders die Finger betreffen. Diese schwellen an und können im schlimmsten Fall versteifen. Auch die Nägel können bei der Schuppenflechte in Mitleidenschaft gezogen werden. Hier kann es zu kleinen Einsenkungen oder Wachstumsstörungen kommen.




Häufig befallene Stellen

Alle krankhaft veränderten Stellen der Haut können eine sehr starke Schuppenbildung oder aber, zumeist in Hautfalten, weniger Schuppen, dafür aber eine starke Rötung aufweisen. An einigen Körperstellen treten die Symptome besonders häufig auf. Dazu gehören der Bauchnabel, die Knie, die Außenseite der Ellenbogen, der Kopf, die Steiß- und Kreuzbeinregion sowie diverse Hautfalten wie die Analfalte. Außerdem kann es zu Veränderungen der Nägel kommen. Des Weiteren können pustelige Entzündungen auftreten. Bei allen vorkommenden Formen kann es an den veränderten Stellen zu Juckreiz kommen, welcher unterschiedlich stark ausfallen kann.

Psoriasis ist nicht ansteckend

In Deutschland leiden laut Robert-Koch-Institut etwa zwei Millionen Menschen an Psoriasis. Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen schubartig. Zwischen Phasen, in denen Symptome auftreten, gibt es immer wieder Zeiträume, in denen die Patienten nahezu oder vollkommen beschwerdefrei sind. Die Schuppenflechte ist in keiner der auftretenden Formen ansteckend. Es können jedoch gewisse genetische Komponenten eine Rolle spielen. Die Psoriasis ist nicht – wie häufig angenommen – das Resultat mangelnder Hygiene. Als Auslöser gelten neben erblichen Faktoren auch Stress, traumatische Erlebnisse oder Infektionen wie z. B. eine Mandelentzündung.

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